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Budapest, Ungarn

Das Hollywood des Ostens

Budapest ist etwas, was es eigentlich gar nicht gibt: Eine Stadt, die mehrere Städte in sich vereint. Nicht nur besteht die Hauptstadt von Ungarn aus den beiden, einst selbstständigen Städten Buda und Pest, es wird sogar manchmal „Paris des Ostens“ genannt. Doch das ist nicht ganz richtig: Budapest hat vielleicht den Charme von Paris, doch die Gebäude erinnern eher an Wien, die Brücken an London und die Kreativität und Offenherzigkeit an Berlin. Budapest wird euch mit seiner Vielfältigkeit verzaubern, denn für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein bisschen Königshaus, ein bisschen Ruine – ein Wochenende in Budapest macht klar, dass wir von dieser Stadt noch viel hören werden.

Wochenende Budapest

10 Tipps für ein würziges Wochenende in Ungarns vielseitiger Hauptstadt:

1. Verbindung Flughafen – Innenstadt

Der Budapest Ferenc Liszt International Airport liegt ca. 16 km von Budapest entfernt und ihr werdet euch dort gut zurechtfinden, denn mittlerweile wird nur noch ein Terminal bedient (Terminal 2). Am besten steigt ihr einfach ins Taxi. Das Unternehmen Fötaxi hat einen Vertrag mit dem Flughafen und garantiert euch guten Service. Jeder Fahrer spricht mindestens eine Fremdsprache und Kartenzahlung wird immer akzeptiert. Eine Fahrt ins Stadtzentrum kostet mit allen Gebühren umgerechnet ca. 22 €. Aber Achtung: achtet wirklich darauf, Fötaxi zu nutzen, sonst werdet ihr womöglich abgezockt.

Tipp: Obwohl Ungarn in der EU ist, zahlt man dort immer noch mit der Landeswährung Ungarische Forint (Abkürzung HUF oder Ft). Ihr müsst also unbedingt Geld wechseln, 1 € sind ca. 310 Ft.

 

2. Fortbewegung in der Stadt: von National Geographic gekürt

Der öffentliche Nahverkehr in Budapest schneidet im europäischen Vergleich gut ab. Es gibt Busse, Trolleybusse, Straßenbahnen und die U-Bahn (Métro M1 bis M4), die von der BKK betreut werden. Laut National Geographic ist die Tram 2 sogar die „beste öffentliche Linie“ in ganz Europa! Am besten holt ihr euch gleich am BKK-Automaten eine 72-Stunden- Karte. Die ist mit ca. 13 € sehr günstig und lohnt sich definitiv.

Tipp: Vorher die Demo des Automaten online ausprobieren, dann kann nichts schiefgehen.

3. Ausblick: Gellértberg

So eine schöne Stadt wie Budapest solltet ihr auch mal aus der Ferne betrachten. Am besten geht das auf dem Gellértberg. Von der Elisabethbrücke erreicht ihr ihn gut zu Fuß. Ihr müsst ihn zwar aus eigener Kraft besteigen, aber es lohnt sich: Oben angekommen, liegt euch nicht nur ganz Budapest zu Füßen, sondern ihr könnt auch noch die Zitadelle und die Budapester Freiheitsstatue bestaunen. Einen besseren 360°-Rundumblick kriegt ihr nirgends!

 

4. Sehenswürdigkeiten: Budapest auf ganzer Linie

„Man war nicht in Budapest, wenn man nicht einmal mit der Tramlinie 2 gefahren ist.“ – Warum das so ist, wird euch klar, wenn ihr einsteigt. An der Margaretenbrücke beginnt eure persönliche Sightseeing-Fahrt, wie sie kein Touri-Bus besser machen könnte. In nur 20 min fahrt ihr in einer stylishen gelben Straßenbahn auf der Pester Seite an der Donau entlang und begegnet dabei fast allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem werdet ihr das unverkennbare Parlamentsgebäude erblicken, wenig später die berühmte Kettenbrücke, den Burgberg mit seinen namensgebenden Burgen, die Elisabethbrücke und schließlich auch den Gellértberg und die Freiheitsbrücke.

 

5. Erschließen der Stadt: Berge, Burgen, Basteien

„Sind wir jetzt in Buda oder in Pest?“ – Als Faustregel könnt ihr während eures Wochenendes merken: Die Burgen liegen in Buda. Das Burgviertel ist sogar UNESCO Weltkulturerbe. Hier solltet ihr unbedingt spazieren gehen. Endlose Kopfsteinpflastergassen, mittelalterlicher Charme und barocke Bauwerke erwarten euch. Am besten fangt ihr an der Kettenbrücke an und fahrt mit der Standseilbahn auf den Berg. Los geht’s am Burgpalast – er ist das größte Gebäude Ungarns und besonders aus der Nähe sehr imposant und wunderschön. Dann flaniert ihr über den Dreifaltigkeitsplatz zur Fischerbastei und Matthiaskirche. Und falls euch der kleine Hunger packt: Die Konditorei Ruszwurm ist ein absoluter Insidertipp, denn schon Kaiserin und Königin Sissi hat dort gerne Süßigkeiten gekauft.

6. Dos & Don’ts: lieber lokal denken

Die Einkaufszentren in Budapest sehen auch nicht anders aus als in Deutschland. Deshalb lohnt es sich, lokal zu denken: Besucht unbedingt die denkmalgeschützte Große Markthalle (auf Ungarisch Nagycsarnok. Seit 110 Jahren kaufen die Budapester hier schon ein! Das Treiben ist hektisch, die Preise günstig, aber die Qualität sehr gut. Besonders die ungarischen Gewürze (Paprika!) solltet ihr während eures Kurztrips probiert haben. Im oberen Geschoss gibt es auch traditionelle Souvenirs – hier solltet ihr ordentlich handeln. Mit Händen und Füßen klappt die Verständigung mit den ungarischen Verkäufern immer, denn die sind sehr offen und kommunikativ.

Als Tipp: Möglichst früh hingehen, später ist die Halle sehr überlaufen. Und: sonntags geschlossen!

 

7. Kulinarische Besonderheiten: Gulasch aus dem Märchenwald

In der Ecke steht ein Klavier, umgeben von filigranen weißen Bäumchen und beleuchtet von zahlreichen Kerzen. Von der Decke hängen Origami-Schmetterlinge und kleine Wolken aus Watte – und ihr sitzt mittendrin und esst heißes ungarisches Gulasch. Klingt wie im Märchen? Im Restaurant Vintage Garden wird genau das Wirklichkeit. Aber Achtung: Jeder möchte gerne mal im Märchenwald speisen, deshalb reserviert vorher telefonisch!

8. Ausgehen: Geheimtipp Elisabethstadt

Wo tagsüber schon so viel los ist, wird es abends nicht weniger. Am Wochenende ist der beste Ort zum Ausgehen eindeutig das Szeneviertel Elisabethstadt. Früher war hier das Budapester Ghetto, heute liegen die beliebtesten Kneipen in eben diesen Ruinen. Besonders empfehlenswert ist das Szimpla Kert: Eine kreative, bunte Bar mit großem Biergarten, ideal für junge Leute, die ins Nachtleben von Budapest eintauchen wollen. Hier gibt es Bier und Schnaps, manchmal werden Filme gezeigt oder Musiker treten auf. Das Publikum ist cool und entspannt, statt High Heels tragt ihr lieber Sneakers. So könnt ihr viel bequemer durch die Samstagnacht tanzen und dann gleich dort bleiben, denn am Sonntag gibt’s im Szimpla einen ausgiebigen Brunch.

 

9. Tipps fürs Wochenende: Széchenyi-Heilbad

Ja, ein Wochenende in Budapest eignet sich auch super für ein bisschen Wellness. Absolut sehenswert ist das prunkvolle Széchenyi-Heilbad – das größte Bad seiner Art in Europa. Nicht nur das Angebot ist super (Thermalbad, Erlebnisbad, Sauna, Dampfbad, Kohlensäurebad, Massagen auf Wunsch, uvm.), auch die Optik ist großartig. Für Wasserratten und Genießer ein totales Schnäppchen – für umgerechnet 18 € pro Tagesticket.

10. Rätselhaft: auf den Spuren von Dracula

Dracula und Budapest... da war doch was! Im 15. Jahrhundert soll König Matthias Dracula nämlich ins Gefängnis unter dem Burgpalast gesperrt haben. Dort erstreckt sich ein spannendes Untergrund-Höhlensystem, das sogenannte „Labirintus“. Schnappt euch eine Öllampe, macht euch auf den Weg durch die Dunkelheit und entdeckt die Geheimnisse der düsteren Kellergewölbe. Perfekt für jeden Adrenalinjunkie! Tickets kosten ca. 8 € und ihr könnt sie vor Ort kaufen.

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