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Wien, Österreich

Das Erbe des österreichischen Kaiserreichs

Ein Kurztrip auf den Spuren von Mozart, Falco und Sissi

Das Geheimnis der österreichischen Hauptstadt: Hinter den eindrucksvollen Fassaden der zahlreichen Schlösser, Burgen und Kirchen gibt es großartige Geschichten von bemerkenswerten Menschen zu entdecken. Egal ob Falco, Mozart oder Sissi – in Wien sind sie alle zum Anfassen nah. Die Kaiserstadt hat es geschafft, trotz prunkvoller Bauten und blauem Blut herrlich entspannt zu bleiben. Das werdet ihr merken, wenn ihr durch die gemütliche Altstadt spaziert, wo es keiner eilig hat. Spontan Kaffee und Kuchen gefällig? Aber klar – nicht umsonst ist die Wiener Kaffeehauskultur Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Ihr werdet Wien mit allen Sinnen erleben und euch Zuhause gerne daran zurückerinnern, wie der erste Bissen Sachertorte geschmeckt hat, wie die Blumen in den kaiserlichen Gärten geduftet haben, wie eure Schuhe auf dem edlen Boden von Schloss Schönbrunn geklackert haben und wie wunderbar Wien funkelt und strahlt, wenn man es bei Nacht vom Prater-Riesenrad aus betrachtet.

Wochenende Wien

10 Gründe für ein kaiserliches Wochenende in Sissis Fußstapfen:

1. Verbindung Flughafen – Innenstadt

Wien ist effizient: Es gibt nur einen Flughafen. Der Vienna International Airport (auch Flughafen Wien-Schwechat genannt) liegt ca. 20 km vom Wiener Zentrum entfernt. Es ist ganz einfach, in die Stadt zu gelangen. Am besten nehmt ihr einfach die Schnellbahn (S-Bahn) S7. In einer halben Stunde seid ihr dann in Wien Mitte. Ein Ticket an die Stadtgrenze kostet 1,70 € und ist an jedem ÖBB-Automaten oder –Schalter erhältlich. Aber Achtung: Jedes Ticket muss vor Fahrtantritt entwertet werden! Auf die „Das wusste ich nicht“-Masche fallen die Kontrolleure nicht rein. Da könnt ihr den betörenden Sissi-Augenaufschlag noch so gut drauf haben.

 

2. Fortbewegung in Wien: Bahn, Bus, Bim

Der öffentliche Verkehr in Wien ist sehr ordentlich und zuverlässig. Es gibt die S-Bahn, U-Bahn, Busse, und die „Bim“. So wird in Wien die Straßenbahn genannt, was auf das bimmelnde Glockengeräusch zurückgeht, wenn die Bahn „hupt“. Ein Einzelticket kostet 2,20 €, ein 3-Tages-Ticket 16,50 € und – Achtung – eine Wochenkarte nur 16,20 €. Egal, wofür ihr euch entscheidet, ihr könnt die Tickets auch vorher hier online kaufen, dann müsst ihr keinen Automaten mehr suchen. Tipp: Wenn ihr in Wien rumfahren und trotzdem etwas sehen wollt, verlasst euch da auf die Bim. Sie bietet den besten Fensterblick und ihr könnt immer noch spontan aussteigen, wenn euch etwas ins Auge gesprungen ist.

 

3. Erschließen der Stadt: die Wiener Altstadt

Wien ist zwar groß, aber für geübte Spaziergänger ein absoluter Traum. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist der perfekte Start, um die Stadt kennenzulernen. Eine tolle Strecke beginnt z.B. am Stephansplatz. Der imposante Stephansdom präsentiert sich dort in seiner ganzen Pracht. Dann könnt ihr die Kärntner Straße runterflanieren, bis ihr zur Staatsoper kommt. Ab da wird es dann grüner: Die Hofburg liegt umschlossen von Burggarten, Volksgarten und Heldenplatz absolut malerisch fast mitten im Zentrum der Stadt. Weiter geht es dann zum Rathaus und Burgtheater. Bei den vielen edlen Gebäuden wird euch der kaiserliche Spirit automatisch mitreißen. Holt euch am besten vorher einen Stadtplan zum Download, auf dem ihr euch unterschiedliche Sightseeing-Routen herauspicken könnt.

 

4. Kulinarische Besonderheiten: Wien geht durch den Magen

Es sei gesagt: Wenn ihr eine Diät plant, macht sie nicht in Wien! Ob Mozartkugeln, Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel mit Vanilleeis – die Wiener Küche verleitet zu süßen Sünden. Die sind es aber wert! Absolut traditionell und empfehlenswert ist z.B. das Café Sacher im gleichnamigen Hotel. Dort könnt ihr euch ein Stück Sachertorte auf der Zunge zergehen lassen und dazu einen Kaffeehausklassiker wie z.B. den „Einspänner“ (Kaffee mit Schlagsahne) oder die „Wiener Melange“ (Kaffee mit Milch und Schaum) schlürfen. Ihr dürft euch allerdings nicht wundern, wenn so ein Kaffee auch mal 6 € kostet. Noch ein Geheimtipp: kandierte Veilchen. Das war nämlich die Lieblingssüßigkeit von Kaiserin Sissi.

 

5. Tipp fürs Wochenende: auf dem Naschmarkt ist der Name Programm

Der berühmtberüchtigte Wiener Naschmarkt ist der größte innerstädtische Markt der Stadt und ist ein absolutes Must-Do bei einem Kurztrip nach Wien. Hier herrscht fröhliches, geschäftiges Treiben, alle paar Meter dringt euch ein neuer Duft in die Nase und ihr bekommt so ziemlich alles, was essbar ist: Fleisch, Gemüse, getrocknete Früchte, Baklava, und sogar Eis mit Veilchengeschmack. Das Wort „naschen“ ist hier übrigens ernst gemeint. An fast jedem Stand könnt ihr darum bitten, etwas zu probieren. Tipp: Geht am besten hungrig hin, dann kommt ihr satt und voller neuer Geschmäcker und Eindrücke wieder raus.

 

6. Ausgehen: Pferde, Prater, Party

Wer glaubt, dass Wien nur Schlössel und Schnitzel zu bieten hat, der hat sich getäuscht! Unterhaltung gibt’s hier reichlich. Ein unvergessliches Erlebnis bietet die Spanische Hofreitschule mit ihren weltberühmten Lipizzanern. Vorführungen finden jede Woche statt und ihr solltet auf jeden Fall vorher online buchen. Weniger Dekadenz, dafür umso mehr Adrenalin, bietet der legendäre Wiener Prater. Tagsüber ist er vielleicht „nur“ ein Vergnügungspark, aber abends könnt ihr euch hier gut auf eine Partynacht einstimmen. Die abendliche Stimmung dort ist super, alles leuchtet in hellem Neonlicht und über allem steht das legendäre Wiener Riesenrad, das über den Prater wacht und ihm seinen zeitlosen Charme verleiht. Zum Tanzen geht’s dann in den Praterdome am Riesenradplatz – da feiert man auch mal die Nacht durch!

 

7. Ausblick: Alles dreht sich um Wien

Mitten im wunderschönen Donaupark ragt das höchste Gebäude Wiens in den Himmel empor: der Donauturm. Wenn ihr einen tollen Panorama-Ausblick auf Wien sucht, seid ihr hier goldrichtig. Ein Aufzug bringt euch für 7,90 € ganze 150 m in die Höhe. Dort könnt ihr den Ausblick entweder von der Aussichtsplattform genießen oder euch ins Restaurant oder Kaffeehaus setzen – diese drehen sich nämlich ganz langsam 360° im Kreis. Schwindelig wird euch hier nur von der schönen Aussicht. Tipp: im Restaurant unbedingt vorher reservieren!

 

8. Sehenswürdigkeiten: Auf den Spuren von Sissi

Vorweg: Sisi oder Sissi? Beide Schreibweisen sind richtig. So oder so kommt man in Wien aber nicht um sie herum. Die Prinzessin und spätere Kaiserin und Königin hat eine sehr bewegte und spannende Geschichte. Am Wiener Hof war nicht alles Gold, was glänzte. Es gibt eine Menge kleiner Geheimnisse und nicht ganz entschlüsselter Sachverhalte aus Sisis Leben zu entdecken. Dafür holt ihr euch am besten das Sisi-Ticket. Für 29,90 € kommt ihr damit in die drei größten Sisi-Attraktionen ohne anzustehen: das Sisi-Museum, das Schloss Schönbrunn und das Hofmobiliendepot. Aber es gibt noch ein Must-see, das gar kein Palast ist. Im Bezirk Landstraße liegt das wohl ungewöhnlichste Haus Wiens, das Hundertwasserhaus (auch Hunderwasser-Krawina-Haus genannt). Es sticht aus der Stadt heraus und ist bekannt wie ein bunter Hund, weil es genau das ist: bunt und schräg. Die Böden sind uneben, überall wachsen Pflanzen und die Fassade sieht aus wie von einem Kind gemalt. Der österreichische Maler Hundertwasser und der Architekt Krawina haben es im Rahmen eines Architekturprojekts zusammen entworfen. Und da soll noch mal einer sagen, Wien wäre langweilig!

 

9. Rätselhaft: Ein echter Wiener...

ist vor allem eins: gemütlich. Während in Berlin oder New York die Leute zur Bahn hetzen, wartet man in Wien einfach auf die nächste – sie fährt schließlich alle paar Minuten. Diese Entspanntheit ist ansteckend, irgendwie erfrischend und gleichzeitig herrlich erholsam. Bei schönem Wetter könnt ihr es machen wie die Wiener: kauft euch am Kiosk ein traditionelles Ottakringer Citrus-Radler und geht zum Zentralfriedhof. Kein Scherz – der Wiener Zentralfriedhof ist eine der größten Friedhofsanlagen Europas und gilt auch als Sehenswürdigkeit. Er wird mehr als besinnlicher Park und weniger als Ort der Trauer gesehen. Hier steht übrigens auch das Ehrengrab von Musiker Falco. Und manchmal huschen wilde Rehe vorbei.

 

10. Dos & Don’ts: der frühe Vogel...

Um 21 Uhr noch mal spontan zum Supermarkt, ein paar Bier für den Abend und Frühstück für morgen besorgen? In Deutschland ganz normal – in Österreich nicht. Hier schließen die meisten Läden zwischen 18.30 und 20 Uhr, samstags schon um 17 oder 18 Uhr. Der Sonntag ist klassischer Ruhetag. Museen haben zwar täglich geöffnet, aber oft auch nur bis 17 Uhr. Auch das ist Wiener Gemütlichkeit! Ihr habt dann die Wahl: entweder früher aufstehen und alles erledigen oder im Notfall einen Tankstellen-Shop suchen.

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